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Hannover, im
Mai 2010
Abfüllbetriebe und
Müllproblematik
Als wir vor 4 Jahren in Mali die Genehmigung bekamen, unser Wasser als
Tafelwasser abzufüllen, winkte uns Ruhm und ein lukratives Geschäft.
Für die RSD-Technologie stellvertretend wurde vom Labor des
Gesundheitsministerium eine normale RSD-800 getestet - Filtergruppe, UVC-Durchflussentkeimung und UVC-Tankentkeimung.
Noch im selben Jahr installierten wir im Betriebsgebäude Bamako eine
manuelle
Abfüllanlage. Aus drei Schlauchstücken können täglich bis zu 10.000
PET-Flaschen gefüllt werden. Das alles war relativ einfach und meine
Hauptsorge konzentrierte sich auf das Thema Müllvermeidung. Schon auf dem
Weg vom Flughafen in die Hauptstadt Bamako ist die Landschaft
verschandelt mit Plastikmüll. Willkommen auf der Müllkippe, möchte man
meinen. Tausende leerer PET-Flaschen liegen herum oder werden vom Wind
über die Fahrbahn getrieben. Ebenso Plastiktüten, welche in den trockenen
Zweigen
dürrer Bäume flattern. Afrika.
Diesen unschönen Müll wollten wir nicht noch vermehren. Die Idee eines
Pfandsystems für Plastikflaschen war nicht neu, es aber mit den
normalen, dünnwandigen PET-Flaschen zu versuchen, das hatte wahrscheinlich bisher
noch niemand versucht. Unser Ziel war auch weniger die Flaschen mehrfach zu
verwenden, sondern wir wollten sie auf jeden Fall zurück haben, um den
Kunststoff nach zwei- oder dreimaliger Verwendung zu entsorgen. Und die
Menge ließ sich noch weiter reduzieren, weil wir für den Familienbedarf stabile
5-Liter Kanister einführten, welche mehrere Jahre zu verwenden
sind. Wir können nach vier Jahren Erfahrung nun feststellen, dass
unsere Flaschen fast alle zurück gebracht werden.
Um
auch die Kunststoff-Transportkisten zu vermeiden, ließen wir
Körbe
aus Palmenstroh flechten. Sehr stabil und für die Belieferung von
Privatleuten kein Problem, in den Geschäften, Supermärkten, etc. kam das
nicht so gut an, weil sich im Geflecht Ungeziefer verstecken könnte. Die
Alternative waren dann Pappkartons, Layout aus Hannover, Herstellung und Druck Made in China.
In
Nioro, einer Stadt an der Grenze zu Mauretanien, werden von uns nun zwei
halbautomatische Abfüllanlagen geliefert. Die Fotos sind vom Test in
Langenhagen. In Nioro soll ein Pfandsystem mit Glasflaschen verwirklicht
werden. Man darf gespannt sein, wie viel Umläufe im Schnitt mit einer
Glasflasche zu erreichen sind.
Übrigens, manuelles Abfüllen ist in Mali weit rentabler als eine
automatische Abfüllmaschine, welche man in Europa - als betagtes
Gebrauchtgerät - kaum unter 100.000,00 € bekommt.
Wilfried Rosendahl
Hannover, im
April 2010
Und
die Welt lässt sich doch verbessern...
denn in
den letzten Jahren hat sich die Solartechnik so weit entwickelt, daß nun
mehr und mehr etwas neues geschieht: Eine Revulotion ist im Gange, eine
klassische Revolution von unten. Laut Focus (17/2010, vom 26.4.)
"bewirken.. Solardächer und Kleinkraftwerke, die Hausbesitzer zu
Stromerzeugern machen.. eine Energierevolution."
Wir
nehmen also unsere eigene Versorgung in die Hand und machen uns unabhängig
von Energiekonzernen. Vielleicht hat aber gerade dies bei E-on, RWE und Co
ein Umdenken bewirkt und sie liefern in Zukunft mit Desertec die
Grundlast, sowie die Technologie zur Vernetzung..
Wer hätte
das vor 10 Jahren für möglich gehalten?
Der Film
"Die 4. Revolution - Energy Autonomy" von Carl-A. Fechner lief am 18.3. in
den Kinos an und thematisiert die Notwendigkeit einer dezentralen
Energieversorgung und Daseinsvorsorge in einer Welt, in der weite Teile
ohne Elektrizität keine Entwicklungschancen haben.
Man
mag zur Ursache des Klimawandels kontroverser Meinung sein - unsere
Gesellschaft leistet sich aber ja nun eine Wissenschaft, die auch dazu
dienen soll, Gefahren von unserem Planeten abzuwenden, sei es durch die
möglichst frühe Erkennung gefährlicher Asteroiden oder eben die Erkennung
der Ursachen für eine Klimakatastrophe. Bei einem drohenden
Asteroideneinschlag würde man auch nicht lange fackeln, wenn die Mehrheit
der Forscher Gegenmaßnahmen empfehlen würden. Bei der Annahme "Klimawandel
ist anthropogen (menschengemacht)" ist diese Mehrheit laut diverser
Umfragen immerhin 97%.
Auch von
daher eine gute Entwicklung: Eine klimaneutrale Industrialisierung der
Welt wird durch "Erneuerbare Energie" möglich!
Ich freue
mich sehr, bei dieser Bewegung für dezentrale Daseinsvorsorge und Autarkie
schon jetzt dabei sein zu dürfen, denn unsere photovoltaisch und mit
Windenergie betriebenen Trinkwassergewinnungsanlagen bewähren sich bereits
in Mali, Laos und anderen Orten dieser Welt.
Dr. Klaus
J. Nick

Hannover, im
März 2010
Etwa 1,1 Milliarden
Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und mehr
als 5 Mrd. Menschen verfügen nicht über eine Wasserqualität, wie sie von der
Weltgesundheitsorganisation WHO gefordert wird.
Weltwassertag 2010
Wie
schon viele Jahre zuvor findet auch 2010 am 22. März
ein Weltwassertag statt. Er steht in diesem Jahr
unter dem Motto: „Clean Water For a Healthy World – Sauberes
Wasser für eine gesunde Welt“. Dieser Slogan ist mir bereits
seit 25 Jahren Leitgedanke und war ein Ansporn zur Entwicklung und
Produktion von dezentraler Wasseraufbereitung.
Gesundes Trinkwasser für alle Menschen ist möglich, es ist kurzfristig
zu realisieren und
es ist auch bezahlbar. So kostet z.B. die Aufbereitung mit einer RSD-800 pro
Kopf weniger als 0,25 € im Monat. Alle Finanzierungs- und die
Betriebskosten sind darin enthalten. Und mit größerem Geräten wird es
noch preiswerter, denn unsere Containereinbauten amortisieren sich mit
Kubikmeterpreisen von deutlich unter 0,50 €. Alle RSD-Geräte liefern
beste Wasserqualität, aus fast jedem Rohwasser und erfüllen die
WHO-Richtlinien bzw. sind besser.
Ein
amortisierender Wasserpreis von weniger als 25 Cent im Monat, den
können sich auch die ärmsten Menschen leisten. Und für die
Finanzierung der Geräte haben wir ein praktikables Modell entwickelt,
Mikrokredite, ähnlich dem System der
Grameen Bank,
wofür wir noch Partner suchen. Keine Almosen! Wir
bieten in weniger entwickelten Ländern den Kommunen, Siedlungen und
anderen Gruppen ein Miet-Kaufsystem, womit sie Eigentümer ihrer
Trinkwasserversorgung werden.
"Sauberes Wasser für eine gesunde Welt", das ist auch unser
Anliegen. Wir von RSD wollen dafür im Jahr 2010 nochmals verstärkt
eintreten.
Wilfried Rosendahl

RSD-
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